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Zum Thema Regeltechnik


Ein Kommentar

Hitzewelle – wie hält man die Kühlung am Laufen?

Eine Hitzewelle naht, wenn man den Vorhersagen glauben darf, wird uns Hoch Annelie kräftig einheizen.

Mögliche Kühlungs-Probleme sind aus alljährlicher Berichterstattung über ICE-Züge, in denen „ausgerechnet“ bei der größten Hitze die Kühlung ausfällt, bekannt. „Ausgerechnet“ stimmt allerdings nicht, sondern die Ausfälle sind physikalisch begründet. Nicht nur, dass die Kältemaschine (meistens eine Kompressionskältemaschine) bei Hitze besonders viel leisten muss, zusätzlich fällt ihr die Arbeit auch noch schwerer, sie muss die Wärme, die sie dem Kühlwasser oder der Raum- oder Zuluft entzieht, auch wieder los werden, in der Regel an die Außenluft, und wenn die besonders warm ist, ist das natürlich schwieriger. Ganz moderne Anlagen schützen sich selbst vor Überlast, vielleicht haben Sie günstige Randbedingungen wie ein großzügig dimensioniertes Kühlgerät, Kondensator (der muss die Wärme los werden) in einem kleinen Wäldchen aufgestellt … . Oder Sie sind ein Pechvogel, dann bleibt die Kältemaschine irgendwann, wenn sie am dringendsten gebraucht wird, mit einer Hochdruckstörung überlastet stehen.

Was können Sie vorbeugend tun, insbesondere, wenn Sie in früheren Jahren bei großer Hitze schon einmal Probleme mit Hochdruckstörungen hatten?

  1. Fragen Sie rechtzeitig die Wartungsfirma oder den Kältebauer Ihres Vertrauens nach deren Ratschlägen!
  2. Wenn Sie da gerade niemanden erreichen:
    1. Ergreifen Sie selbst ein paar vorbeugende Maßnahmen

A. Mögliche vorbeugende  Maßnahmen

Weniger Kühlleistung fordern

Eventuell könne Sie auf ein paar gekühlte Räume verzichten? Je weniger die Kältemaschine leisten muss, desto bessre sind Ihre Chancen, dass sie die Hitzewelle ohne Totalausfall übersteht

Verflüssiger kühlen

Wikipedia, Lizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren

Verflüssiger: Wikipedia, Lizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder später

Wenn der Verflüssiger auf einer Asphaltfläche steht, auf die die Sonne knallt, haben Sie schlechte Karten. In größter Not können sie immer noch oben mit der Gießkanne Wasser reinsprenkeln und so die Wärmeabfuhr verbessern. Oder von unten den Wärmetauscher (erinnert an Autokkühler) mit Wedel-Rasensprenger ansprühen. Die Geräte sind dafür gebaut, bei schlechtem Wetter draußen zu stehen, aber fragen Sie sicherheitshalber die Wartungsfirma oder den Kältebauer Ihres Vertrauens!

Meistens ist aber eine so drastische Maßnahme nicht erforderlich. Wenn der Verflüssiger in einem Blumenbeet steht (oder zumindest von einem solchen oder Rasenfläche oder Kiesfläche umgeben ist), reicht es in der Regel, den Boden auf einer Fläche in 2-3 m Umkreis um den Verflüssiger (und auch darunter) feucht zu halten. Morgens und Mittags mit dem Gartenschlauch jeweils 1 Minute auf jeden Quadratmeter sollte reichen, überprüfen Sie mittags, ob noch etwas von der Aktion am Morgen zu spüren ist; wenn nicht, müssen Sie in kürzeren Intervallen befeuchten. Wenn Büsche drumherum stehen befeuchten sie ruhig auch das Laub, bringt noch mal zusätzliche Abkühlung!

Die Verdunstungskälte kühlt die Luft rings umher dann ein paar Grad ab, und das erleichtert es dem Verflüssiger, die Wärme abzugeben, die er los werden muss.  Fragen Sie sicherheitshalber die Wartungsfirma oder den Kältebauer Ihres Vertrauens, der kann ihnen auch ein paar Tipps geben:

  • welche Manometeranzeigen Sie im Auge behalten müssen, um abzuschätzen, wie gefährlich die Situation schon ist
  • wie Sie die Maschine selbst wieder in Gang bekommen, wenn sie schon wegen Hochdruckstörung ausgefallen ist.
  • Was Sie sonst noch tun können, um störungsfrei über die heißen Tage zu kommen

Ich drücke Ihnen die Daumen….

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