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Firefox beendet die Unterstützung von NPAPI-Plugins

Kein Grundzur Panik!

Kein Grund zur Panik!

Spätestens ab Firefox-Version 53 (Mitte nächsten Jahres) wird dieser Browser keine NPAPIPlugins mehr unterstützen, das wird voraussichtlich auch auf dem Firefox-Kern aufbauende andere Browser wie CLIQZ, SeaMonkey und viele andere mehr betreffen. Einige technische Details und Hintergründe können hier nachgelesen werden.

Dies hat zur Folge, dass die von Bielefeld & Buß vor 2016 erstellte Visualisierungen auf Basis von Spidercontrol nicht mehr „einfach so“ im Browser funktionieren werden.

Was ist zu tun?

Browser mit verlängerter Java-Unterstützung installieren

Nutzer, die betroffene Browser benutzen (mehr oder weniger alle, auch Googles Chrome hat die Unterstützung des benötigten Java-Plugins bereits eingestellt), können eine sogenannte ESR-Version (Extended Support Release – zu Deutsch Version mit verlängerter Unterstützung: Diese Softwareversionen bekommen im Laufe der Produktentwicklung keine neuen Funktionen, sondern enthalten allein Fehler- und Sicherheitsupdates — das aber länger als bei „normalen“ Versionen) des Browsers installieren, Firefox wird in der ESR-Version (52) ca. 1 Jahr länger Java unterstützen.

Microbrowser nutzen.

Von IniNet gibt es einen Windows-Micro-Browser vergleichbar zu denen, die auch für die Visualisierung unter Android oder iOS benötigt werden. Der ist leider kostenpflichtig, von Saia (jetzt: SBC) gibt es eine kostenlose Alternative mit etwas nervigem Lizensierungsaufwand, ich bin gern behilflich. Meine Erfahrung damit ist gut, auch für Visualisierung bei Phoenix-SPS.

HTML5

Wird von mir seit 2016 standardmäßig für Neuprojekte mit Phoenix-DDC benutzt, Umrüstung von Altanlagen möglich, aber aufwendig, in der Regel wohl preislich uninteressant. Saia / SBC unterstützt HTML5 derzeit nicht.

Sonst noch etwas?

Auf die Visualisierung über die Touch-Panels in der Schaltschranktür hat das alles keinen Einfluss, die haben einen Microbrowser „fest eingebaut“.

Weitere Fragen?

Sprechen Sie mich gern telefonisch an oder schreiben Sie mir eine Email mit Ihren Fragen!


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DDC-Datenschreiber

Für die DDC-Geräte Fabrikat Phoenix Contact steht eine Datenschreiberfunktion mit Offline-Auswertung zur Verfügung. Für eine vereinbarte Anzahl von Anlagenzuständen (Typisch: 30) wird der jeweilige aktuelle Wert alle 12 Minuten in eine csv-Datei auf dem DDC-Speicher geschrieben. Ein typischer Datensatz für einen Heizkreis besteht aus Außentemperatur, Vorlauftemperatur (Istwert + Sollwert), Rücklauftemperatur, Ventilstellung, Pumpenbetrieb.

Jeweils am letzten Tag des Monats um 24:00 Uhr (oder bei Bedarf auf „Knopfdruck“ über die Visualisierung) wird eine Datei JJJJ-MM-DD-Anlagenname.csv (typische Dateigröße: 400 … 900 kB) an vorher festgelegte E-Mail-Empfänger geschickt und anschließend auf der DDC gelöscht; mit dem nächsten Messwert wird eine neue Datei für den neuen Monat auf der DDC erstellt.

Die Auswertung der Daten erfolgt am einfachsten mit einer von Bielefeld & Buß vorbereiteten Tabellenkalkulation mit geeigneten Diagrammen, ggf. statistischen Auswertungen und was sonst je nach Anwendung für den Betreiber interessant sein könnte. Die Anzahl der übertragbaren Daten wird durch DDC-Programmspeicher und DDC-FTP-Speicher begrenzt.

Beispiel einer grafischen Auswertung:

2016-10-05-datenschreiber

Anhand der Linienverläufe ergibt sich (wie bei einem EKG für den Arzt) für den Fachmann ein genaues Bild des Anlagenzustands, man erkennt Fehlfunktionen, ungünstige Einstellungen etc. Im Beispiel aus einer tatsächlich existierenden Anlage sehe ich beispielsweise, dass die Förderhöhe der Fernleitungs-Pumpe 11M1 zu hoch eingestellt ist, sie drückt ständig Heizwasser durch den Hallen-Heizlüfterheizkreis 23, obwohl von dort keine Anforderung besteht, und andere Probleme. Aus Aufzeichnungen zu anderen Jahreszeiten zeigten sich dann noch andere Probleme, die alle auf Basis der Auswertungen abgestellt werden konnten. Ohne die Aufzeichnungen wären diese Fehler wohl kaum bemerkt worden, und die Wirtschaftlichkeit der Anlage wäre auf einem schlechteren Niveau geblieben.

Andere Ausführungen wie Datenspeicherung auf einem FTP-Server statt .csv-Email-Versand, Online-Visualisierung etc. können je nach Vereinbarung ebenfalls realisiert werden


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Wir ziehen um

Umzug

Bis Montag ist meine Handlungmöglichkeit etwas eingeschränkt, die gesamte Firma ist in Umzugskartons eingepackt. Da aber heutzutage eh fast alles als Dateien abgelegt ist spielt das kaum eine Rolle.

Neue Anschrift:

Bielefeld & Buß oHG
Lechstraße 58
D-38120 Braunschweig

Sonst ändert sich nichts.

Falls die Telekom den Umzug des Anschlusses nicht so reibungslos hin bekommt, wie sie angekündigt hat: Notfall-Telefonnummer: 0173 8035826
Extremnotfall       Tel-Nr: 0177 7524422


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Heizenergieverbrauchs-Entwicklung

2015-05-30_GasverbrauchAls kleine Abschätzungshilfe für Witterungsbereinigung Ihres Heizenergieverbrauchs:

Die Tabelle rechts zeigt die Entwicklung meines privaten Gasverbrauchs in den letzten Jahren. die Spalte „Jahr“ gibt den Ablesungszeitpunkt wieder, die Prozentzahl ganz rechts jeweils die Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Wir heizen mit Gas, das ausschließlich zu Heizzwecken verwendet wird (Brauchwasserbereitung mit elektrischem Durchlauferhitzer). Abrechnungszeitpunkt ist jeweils März. Größere Veränderungen bei unseren Gewohnheiten gab es über die Jahre wohl nicht.

zum letzten Abrechnungszeitraum 2014 – 2015:

  • Im Februar 2015 wurde die Therme getauscht, es ist aber wieder eine Heizwerttheme. Die mag etwas weniger verbrauchen als die alte (Baujahr 1989), aber durchschlagenden Einfluss auf den Verbrauch wird die Änderung nicht gehabt haben.
  • Eine andere Veränderung war ein elektronischer Heizkörpethermostat für das Wohnzimmer, der nach meinem Eindruck Überheizung deutlich wirksamer begrenzte als der alte Thermostat.

Grobe Abschätzung aller dieser technischen Verbesserungen: Einsparung < 3%.

Natürlich kann man die Ergebnisse nicht direkt auf andersartige Gebäude übertragen, bei nennenswertem Brauchwasseranteil am Heizenergieverbrauch werden die Witterungs-bedingten Schwankungen geringer ausfallen, werden die Räume gegenüber üblichem Wohnbedarf auf geringere Temperatur geheizt führt ein wärmerer Winter zu einer etwas größeren Ersparnis. Bei großen inneren Wärmelasten im Gebäude führt ein warmer Winter ebenfalls zu einer vergleichsweise höheren Energieeinsparung. Wärmere Räume („Altersheim“) führt von der Tendenz her eher zu einer etwas geringeren Einsparung durch einen warmen Winter. Unsere Heizgewohnheit dürfte bei einem Mittelwert von 115 kWh/(a*m²) in einem Fachwerkhaus ohne besondere Dämmmaßnahmen eher auf kühle Räume übertragbar sein.

RechenschieberDie tatsächlichen Zusammenhänge sind sehr komplex, die Abschätzung ersetzt keine Berechnung nach VDI 2067 Blatt 1. Aber als grobe Abschätzung für den Erfolg einer Sanierungsmaßnahme sollte die Aufstellung ganz hilfreich sein.

Ich hoffe, Ihre Berechnungen führen zu einem erfreulichen Ergebnis!

Hier gibt es Gradtagzahlen-Tabellen für objektivere Berechnungen.